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Meine Arbeit

richtet sich an Menschen, die mehr wollen als Standardempfehlungen. Ich begleite bei Schilddrüsenerkrankungen, Lipödem, Beschwerden und stoffwechselbedingten Problemen mit einem ganzheitlich individuellen Ernährungskonzept. Dabei verbinde ich Fachwissen mit persönlicher Erfahrung. Keine Diäten, kein Bullshit.

Erkrankungen des Bewegungsap-parates

Übungen mit dem Therapieband

 Osteoporose

  • Osteoporose ist eine chronische Skeletterkrankung, gekennzeichnet durch eine verminderte Knochenmasse und eine Verschlechterung der Knochenmikroarchitektur.

  • Dadurch steigt das Frakturrisiko, insbesondere für Wirbelkörper-, Hüft- und Unterarmfrakturen.

  • Die Erkrankung entwickelt sich oft schleichend und symptomlos über Jahre.

  • Man unterscheidet:

    • Primäre Osteoporose (postmenopausal, altersbedingt)

    • Sekundäre Osteoporose (z. B. durch Medikamente, Hormonstörungen, Mangelernährung, Darmerkrankungen)

 Arthrose

  • Arthrose ist eine chronisch-degenerative Gelenkerkrankung, bei der es zu einem fortschreitenden Abbau des Gelenkknorpels kommt.

  • Der Knorpel verliert an Elastizität und Stoßdämpfungsfunktion, wodurch Knochen direkt aufeinander reiben können.

  • Im Verlauf entstehen Entzündungsreaktionen, Knochenanbauten (Osteophyten) und Bewegungseinschränkungen.

  • Arthrose ist keine klassische Entzündungserkrankung, kann jedoch entzündliche Phasen aufweisen („aktivierte Arthrose“).

Anmutiges Frauenprofil

Schilddrüsen-erkrankungen

Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose)

Die Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) ist eine hormonelle Stoffwechselerkrankung, bei der die Schilddrüse zu viele Schilddrüsenhormone (Thyroxin = T4 und Trijodthyronin = T3) produziert.

Diese Hormone steuern den Energie- und Grundumsatz des Körpers. Bei einer Überfunktion ist der Stoffwechsel überaktiv, was zu zahlreichen körperlichen und psychischen Beschwerden führt. Häufige Ursachen:

  • Morbus Basedow (Autoimmunerkrankung, häufigste Ursache)

  • Autonome Schilddrüsenknoten

  • Überdosierung von Schilddrüsenhormonen

  • Entzündung der Schilddrüse (Thyreoiditis)

  • Jodüberversorgung (z. B. durch Kontrastmittel)

Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose)

Bei der Schilddrüsenunterfunktion produziert die Schilddrüse zu wenig Hormone (T3, T4).
Dadurch verlangsamt sich der Stoffwechsel, die Energieproduktion sinkt und viele Körperfunktionen laufen „auf Sparflamme“. Häufige Ursachen:

  • Hashimoto-Thyreoiditis (Autoimmunerkrankung)

  • Jodmangel

  • Nach Schilddrüsenoperation oder -bestrahlung

  • Medikamentös bedingt

Die Hashimoto-Thyreoiditis (kurz Hashimoto)

  • ist eine chronisch-entzündliche Autoimmunerkrankung der Schilddrüse, bei der das Immunsystem fälschlicherweise körpereigenes Schilddrüsengewebe angreift.
    Dadurch wird das Gewebe langsam zerstört und die Hormonproduktion sinkt – es entsteht langfristig eine Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose).

  • Ursache:

  • Fehlregulation des Immunsystems (Autoimmunreaktion)

  • Entzündung führt zu Zerstörung der Schilddrüsenzellen

  • Verminderte Bildung der Hormone T3 (Trijodthyronin) und T4 (Thyroxin)

Intoleranzen

Nahaufnahme von Weizen

Zöliakie

ist eine chronische Autoimmunerkrankung des Dünndarms, bei der der Verzehr von Gluten (Klebereiweiß) eine immunologische Entzündungsreaktion auslöst.
Diese Entzündung führt zu einer Schädigung der Dünndarmschleimhaut (Zottenatrophie), wodurch die Nährstoffaufnahme stark beeinträchtigt wird.

Gluten ist enthalten in:

  • Weizen, Roggen, Gerste, Dinkel, Grünkern, Einkorn, Emmer (auch Zweikorn genannt) ist ein Urgetreide und eine alte Weizenart

  • Zöliakie ist nicht heilbar, aber: 

  • durch eine lebenslange strikt glutenfreie Ernährung gut behandelbar

  • genetisch mitbedingt

  • kann in jedem Lebensalter auftreten

Pseudoallergische Reaktionen – Ernährungs- & Lebensstilberatung

  • Pseudoallergische Reaktionen sind allergieähnliche Überempfindlichkeitsreaktionen,
    ohne Beteiligung des spezifischen Immungedächtnisses (kein IgE-Antikörper).

  • Die Symptome ähneln klassischen Allergien, entstehen jedoch durch eine direkte Freisetzung von Histamin und anderen Mediatoren aus Mastzellen.

  • Häufige Auslöser sind Nahrungsbestandteile, Zusatzstoffe oder Medikamente.

  • Im Gegensatz zu echten Allergien sind pseudoallergische Reaktionen dosisabhängig und können sich schleichend entwickeln.

Histaminintoleranz (HIT) – Abgrenzung zur Pseudoallergie

  • Histaminintoleranz (HIT) ist eine Stoffwechselstörung, bei der es zu einem Ungleichgewicht zwischen aufgenommenem Histamin und dessen Abbau kommt.

  • Ursache ist meist eine verminderte Aktivität des Enzyms Diaminoxidase (DAO) im Darm.

  • Histamin wird nicht ausreichend abgebaut und reichert sich im Körper an.

  • HIT ist keine klassische Allergie und keine Autoimmunerkrankung.

Hand hält Gehirn

Neurologische Erkrankungen

 Migräne – Ernährungs- & Lebensstilberatung

  • Migräne ist eine chronisch-neurologische Erkrankung, die durch wiederkehrende, meist einseitige, pulsierende Kopfschmerzen gekennzeichnet ist. Begleitet von Übelkeit, Erbrechen, Licht-, Lärm- und Geruchsempfindlichkeit. Genetische Prädisposition spielt eine Rolle; häufig Frauen betroffen (3:1). Pathophysiologisch gilt Migräne als neurale Übererregbarkeit, verbunden mit Entzündungsprozessen und Dysregulation der Blutgefäße im Gehirn.

ADHS – Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung

  • ADHS ist eine neurobiologische Entwicklungsstörung, die durch Veränderungen in der Reizverarbeitung und Neurotransmitterregulation im Gehirn gekennzeichnet ist. Betroffen sind vor allem die Botenstoffe Dopamin und Noradrenalin, die für Aufmerksamkeit, Impulskontrolle und Motivation wichtig sind. ADHS beginnt meist im Kindesalter, kann aber bis ins Erwachsenenalter bestehen bleiben. Sie ist keine Folge falscher Erziehung, sondern hat genetische, neurobiologische und umweltbedingte Ursachen.

Stoffwechsel-& Fettverteilungs-störungen

Frauen am Strand

Adipositas (Fettleibigkeit)

  • Adipositas ist eine chronische, multifaktorielle Stoffwechselerkrankung, die durch eine übermäßige Ansammlung von Körperfett gekennzeichnet ist. Sie entsteht durch ein langfristiges Ungleichgewicht zwischen Energieaufnahme und Energieverbrauch, wird aber auch durch hormonelle, genetische, psychische und soziale Faktoren beeinflusst. Adipositas ist keine reine Willensschwäche, sondern eine anerkannte Erkrankung, die mit Entzündungsprozessen, Hormonstörungen und einem erhöhten Risiko für Folgeerkrankungen einhergeht.

Klassifikation nach Body-Mass-Index (BMI)

Kategorie

BMI (kg/m²)

Normalgewicht  Übergewicht  Adipositas Grad I  Adipositas Grad II  Adipositas Grad III

18,5–24,9             25–29,9           30–34,9                  35–39,9                    ≥ 40

Lipödem

  • Das Lipödem ist eine chronische, fortschreitende Fettverteilungsstörung, die symmetrisch an den Beinen, Armen (auch Bauchbereich möglich) auftritt. Dabei kommt es zu einer pathologischen Vermehrung von Fettzellen und einer erhöhten Durchlässigkeit der Kapillaren, was zu Ödemen (Wassereinlagerungen) führt.

  • Wichtig: Das Lipödem ist nicht durch Übergewicht verursacht – es handelt sich nicht um Adipositas, sondern um eine Stoffwechsel- und Mikrozirkulationsstörung des Fettgewebes. Allerdings kann Übergewicht die Beschwerden verstärken.

Frau in Beige

Magen-Darm Erkrankungen

Morbus Crohn

ist eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung (CED), 

die den gesamten Verdauungstrakt betreffen kann – vom Mund bis zum After. Am häufigsten ist jedoch das Ende des Dünndarms (Ileum) und der Anfang des Dickdarms (Kolon) betroffen.

       Wesentliche Merkmale:

  • Entzündung betrifft alle Wandschichten des Darms (transmural).

  • Kann zu Geschwüren, Fisteln, Abszessen und narbigen Verengungen (Stenosen) führen.

  • Typische Beschwerden: Bauchschmerzen, chronischer Durchfall, Gewichtsverlust, Müdigkeit, teils auch blutiger Stuhl.

  • Ursache: nicht vollständig geklärt, Zusammenspiel von genetischer Veranlagung, fehlgesteuertem Immunsystem und Umweltfaktoren.

  • Verlauf: meist schubweise mit akuten Krankheitsschüben und Phasen der Remission (Beschwerdefreiheit).

Colitis ulcerosa

ist eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung (CED), die den Dickdarm (Colon) betrifft.
Die Entzündung beginnt immer im Enddarm (Rektum) und breitet sich kontinuierlich nach oben bis zum Magen aus — im Gegensatz zu Morbus Crohn, der abschnittsweise auftreten kann.

Die Krankheit verläuft in Schüben mit aktiven Entzündungsphasen und beschwerdefreien Intervallen (Remission).

Die Entzündung betrifft hauptsächlich die Schleimhaut (Mukosa) des Dickdarms und kann Geschwüre (Ulzera) verursachen.

Die Divertikulitis

ist eine Entzündung der Divertikel – das sind Ausstülpungen der Darmschleimhaut (meist im Dickdarm, v. a. im Sigma).
Diese Divertikel entstehen im Laufe des Lebens, besonders bei Ballaststoffmangel und erhöhtem Druck im Darm.

Wenn sich in einem oder mehreren Divertikeln Stuhlreste festsetzen, kann das zu Entzündung, Schwellung und Infektion führen – das nennt man Divertikulitis.

Man unterscheidet:

  • Unkomplizierte Divertikulitis: Entzündung ohne Abszess oder Perforation

  • Komplizierte Divertikulitis: Mit Abszess, Fistel, Perforation oder Peritonitis (Bauchfellentzündung)

Das Dumping-Syndrom (engl. dumping = „Entleerung“)

ist eine Verdauungsstörung, die vor allem nach Magenoperationen (z. B. nach Magenbypass, Billroth-II-Operation, Sleeve-Gastrektomie) auftreten kann. Sie entsteht, wenn der Nahrungsbrei zu schnell aus dem Magen in den Dünndarm gelangt, ohne ausreichend vorverdaut zu sein. Man unterscheidet zwei Formen:

  1. Frühes Dumping-Syndrom (Early Dumping):

  • Tritt 10–30 Minuten nach dem Essen auf.

         Ursache: Zu rasche Entleerung hyperosmolaren Speisebreis in den Dünndarm Flüssigkeit strömt aus dem Blut in               den Darm.

    2. Spätes Dumping-Syndrom (Late Dumping):

  • Tritt 1–3 Stunden nach dem Essen auf.

    Ursache: Zu schnelle Zuckeraufnahme 

  • übermäßige Insulinausschüttung 

  • reaktive Hypoglykämie (Unterzuckerung).

Diabetes

Diabetes-Testgeräte

Diabetes mellitus Typ 1

ist eine chronische Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem die insulinproduzierenden Beta-Zellen in der Bauchspeicheldrüse zerstört . Dies führt zu einem absoluten Insulinmangel, wodurch der Körper kaum oder kein Insulin mehr herstellt. Der Blutzuckerspiegel steigt stark an, weshalb eine lebenslange Zufuhr von Insulin notwendig ist. Die Erkrankung tritt meist im Kindes- oder Jugendalter auf.

Wissenswert

  • ist nicht heilbar

  • erfordert lebenslange Insulintherapie

  • ist nicht durch Ernährung verursacht

Diabetes mellitus Typ 2

ist eine chronische Stoffwechselerkrankung, bei der die Körperzellen nicht mehr ausreichend auf Insulin reagieren (Insulinresistenz) und im weiteren Verlauf auch die Insulinproduktion der Bauchspeicheldrüse nachlässt.

Im Gegensatz zu Typ 1 ist anfangs Insulin vorhanden, kann aber nicht effektiv wirken.
Typ-2-Diabetes entwickelt sich meist schleichend über Jahre und ist eng mit Übergewicht, Bewegungsmangel, ungesunder Ernährung und genetischer Veranlagung verbunden.

 

Wissenswert

  • häufig im Erwachsenenalter (zunehmend auch bei Jugendlichen)

  • stark lebensstilabhängig

  • in frühen Stadien durch Lebensstiländerung gut beeinflussbar

  • gilt als Volkskrankheit

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